Geschichte

Die Geschichte der Gemeinde Brenna ist genauso reich wie ihre Tradition.

Zu der Gemeinde gehört Górki – eines der ältesten Dörfer in den Beskiden, das bereits 1305 erwähnt worden ist. Über die ersten Jahrzehnte von Górki können wir nicht viel erzählen. 1302 wurde Górki in Liber fundatnionis espiscopatus vratislaviensis (Gründungsbuch des der Breslauer Bistums) als das herrische Dorf erwähnt. Das Dorf war im Besitz jemands aus den fürstlichen Dienstleuten oder sogar der Untertanen, dem der Teschener Fürst für seine Verdienste den Boden (20 Flächenmeßeinheiten) und den Adelstitel ohne Wappen verleihen hat. Im zweiten Viertel des 15. Jahrhunderts wurde Górki zu einem Dorf, das ein Teil eines umfangreicheren Landguts der nächsten Adelsfamilien bildete. Durch den Zuwachs der Familie und unterschiedliche Verwandtschaften änderten sich die Besitzer von Dörfern. Am längsten blieb das Dorf Górki in der Familie Górecki (1521-1697) sowie die letzten Mitglieder der Familie Marklowski (1734-1802).

Im 16. Jahrhundert erweiterte sich das Dorf flussaufwärts und war so groß, dass es in den Unterlagen die Unterscheidung zwischen: dem tiefer gelegenen „alten“ adeligen Dorfteil Górki Wielkie und dem höher gelegenen bäuerlichen Dorfteil Górki Małe erwähnt wird.

Das genaue Entstehungsdatum des Dorfes Brenna ist nicht bekannt. Die erste Erwähnung in den Überlieferungen stammt aus dem Ende des 15. Jahrhunderts. Und zwar in einem Dokument vom 30. Juni 1490. Der Fürst von Teschen, Kazimierz, bestätigt, dass Wawrzyniec aus Pogórze die Hälfte des Dorfes Pogórze und Brenna mit allem Zugehörigen seiner Ehefrau Salomena aus Vrchlabi verschreibt. Aus der in diesem Dokument vermerkten Tatsache kann man schließen, dass Brenna bereits früher zumindest teilweise in den für die Ansiedlung günstigen Gebieten bewohnt war. Da 1490 die Hälfte des Dorfes verschenkt worden war, so heißt es, dass das Dorf bereits früher gegründet und bewohnt sein musste. Brenna wurde aus älterem Dorf Górki Małe ausgegliedert, was in der Geschichte der Ansiedlung in den Schlesischen Beskiden („Historia osadnictwa w Beskidzie Śląskim”) vom Prof. Franciszek Popiołek beschreibt wird.

Die wichtigsten Daten in der Geschichte der Gemeinde:
1305 – das Dorf wurde in die Liste der Abgaben zahlenden Ortschaften in dem Verzeichnis von Ortschaften des Teschener Fürstentums aufgenommen.
1394 – ist ein Akt des Verkaufs des Dorfes vorhanden, der besagt, dass die Besitzer des Dorfes die Familie „Jaykonisow” ist.
15. Jht. – Górki wird zu einem adeligen Dorf, das seinen Besitzer sehr häufig ändert. Am längsten blieb das Dorf in der Familie Górecki.
16. Jht. – Das Dorf erweiterte sich flussabwärts (durch Ausroden von weiteren Waldflächen). In den Dokumenten wird zwischen dem tiefer gelegenen „alten“ adeligen Dorfteil Górki Wielkie (1521) und dem höher gelegenen bäuerlichen Dorfteil Górki Małe (1556) unterschieden. Zu dieser Zeit schenkte der Teschener Fürst Wacław III Adam, das tief im Tal von Brennica gelegene Dorf Brenna Wacław Woda aus Kojowice; die Felder in Górki Małe mit dem Wirtshaus, Mühle und Fischgut waren in Besitz des Dorfvorstehers Mikołaj Taniec.
Zu dieser Zeit kamen in die Waldlichtungen wandernde Sennhirte mit seinen Schafen. Diese Ankömmlinge wurden in den fürstlichen Büchern als Walachen (Wałachowie) vermerkt. Die Bevölkerung mit einer anderen ethnischen Abstammung kann an den Namen erkennen, die man bis heute in der Gemeinde vorkommen: Madzia, Rusin, Oleksy, Holeksa, Moskała.
1621 – Brenna blieb ein fürstliches Dorf, wurde von zwei Dorfvorstehern, den die reicheren Bauer und Gerichtsvollzieher unterstanden, verwaltet. Im Dorf war das fürstliche Vorwerk und Glashütte, in der das einfache Glas für Bier- und Weingläser hergestellt wurde, tätig. Die Glashütte wurde wahrscheinlich von Wacław Woda gegründet, denn 1621 wurde eine neue Hütte gebaut, die sich bis zum 1690 erhalten hatte.
Im Verzeichnis wird vermerkt, dass zu dieser Zeit in Brenna 47 Ansiedler mit Familien lebten.
Die Wende vom 16 zum 17. Jahrhundert – Die Dorfeinwohner züchteten Tausend Schafe und hatten davon dem Fürsten 95 St. Schafe und 7 St. Käse als Abgabe zu übergeben.
1772 – Die Übernahme des Fürstentums durch die Lothringer Habsburg-Dynastie wurde zum Vorboten des wesentlichen Wirtschaftswandels. Der Bedarf an Holz ist gestiegen – u. a. wegen des sich entwickelten Hüttenwesens im benachbarten Ort Leśnica wurde Eisenerz gewonnen. In Brenna wurde Holzkohle gebrannt.
1780 – Es wurden sogar 5568 Schafe und Ziegen gezüchtet.
1785 – In Brenna wurde eine Holzkirche und 1796 eine gemauerte Kirche erbaut.
1789 – Es entsteht die erste Schule, in der auf Tschechisch unterrichtet wird. Jan Holeksa tauschte das Grundstück für die Schule gegen ein Teil der Wiese in Stawówka aus. Es war die Schule mit zwei Klassen, die von 280 Kindern besucht worden war. An der Schule unterrichtete Herr Lorańczyk. Heutzutage steht dort das Gebäude der so genannten alten Gemeinde.
1792 – In der Hofkanzlei wurde vermerkt, dass neben der Hütte in Ustroń auch eine weitere Hütte tätig war. Hütten waren mit Holzkohle, derer Herstellung die Wälder um Brenna zerstört hatte, betrieben.
18. Jht. – Es entsteht die Kirche und Pfarrgemeinde. Vor dieser Zeit gehörte die Pfarrgemeinde zur Pfarrgemeinde in Grodziec.
1838 – In diesem Jahr wurden in Brenna solche Berufe wie: Dreher, Wurstmacher, Müller, der die fürstliche Mühle leitete, verzeichnet. Es gab auch Schmiede, Schuhmacher, Schneider und Weber.
1847 – Heftige Sturzregen zerstörten Getreide und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse. Es kam zu zahlreichen Hungertodesfällen. Vereinzelt wurde Hafer und Kraut gegessen, die meisten Einwohner nahm aber eine Mischung aus Buchenblättern, Brennnesseln und Kräutern, die mit Kleiensuppe übergossen wurde, zu sich. Typhus-, Dysenterieepidemien sowie Epidemien anderer Krankheiten sind ausgebrochen.
1883 – Es entsteht eine evangelische Schule, die von der protestantischen Gemeinde von Ustroń unterhalten wird.
1890 – Es entsteht Schule in Bukowa.
1893 – Es entsteht Schule in Leśnica.
1897 – Es entsteht ein Landwirtschaftlicher Zirkel, Genossenschaftliche Spar- und Darlehenskasse.
19. Jht. – Es entwickelt sich Steinmetzgewerbe. Die Arbeit in diesem Gewerbe war schwierig, verursachte solche Berufskrankheiten wie Staublunge und Rheuma.
1918 – Mit der wieder gewonnenen Souveränität Polens ist die Kammer in den Verfall geraten, Bauer wurden zu freien Landwirten, die die eigenen Felder angebaut hatten.
1922 – Das alte fürstliche Gut in Górki Wielkie wird vom Maler Tadeusz Kossak gekauft, ein wenig später kommt hierher seine Tochter Zofia Kossak – weltweit anerkannte Schriftstellerin – und wohnt in Górki fast ihr ganzes Leben lang, mit Ausnahme der Zeit des Nazi-Besatzung und des Aufenthalts in England.
1923 – Es wurde das Katholische Priester-Londzian-Haus errichtet.
1927 – Es entstehen Christliche Lebensmittelgesellschaft, Reifeisen-Kasse und der erste Rundfunk.
1928 – Es wurde der Schulzirkel gegründet.
1929 – Es wurde ein neuer Weg nach Brenna gebaut, in Bucz die Pfadfinder-Herberge errichtet, die später in eine Schule für Pfadfinder-Trainerinnen umgestaltet wurde, es entsteht Freiwillige Feuerwehr, es verkehren erste Büsse.
1933 – Es wurde die moderne, geräumige und funktionelle Schule Nr. 1 zum Gebrauch übergeben, es entsteht der Gehöftverband der aus 11 Gehöften bestand.
1937 – An der Grenze von Górki Wielkie wurde die Wasserfassungsstelle für die Stadt Cieszyn zum Gebrauch überlassen.
1939 – In Brenna sind deutsche Truppen einmarschiert und organisieren deutsche Verwaltung und deutsches Schulwesen. Brenna wurde dem Deutschen Reich angeschlossen.
1940 – In Brenna bilden sich die ersten Gruppen der Untergrundbewegung ZWZ – AK (Związek Walki Zbrojnej, d. h. Bund für den bewaffneten Kampf und Heimatsarmee). Brenna war eins der aktivsten Zentren der Untergrundbewegung. Bis heute erinnern zahlreiche Kampfstätte, Orte der erbarmungslosen Revanchen der Besatzer, Grabstätte, Denkmäler an die Zeit der Nazi-Besatzung.
August 1944 – Es landet der Ladetrupp der sowjetischen Diversions- und Erkundungstruppe unter der Leitung von Major Anisimow, dem sich ein Teil der lokalen Partisanen unterworfen hat.
Der Krieg brachte mit sich viele Opfer sowohl unter den Partisanen, als auch unter der lokalen Bevölkerung. An die Opfer erinnern heute Denkmäler und Gedenktafel an den Hinrichtungsorten und auf dem Friedhof.
Nach 1945 – Es wurden zahlreiche Initiativen zur Verbesserung der Erholung und des Tourismus im Umland von Brenna umgesetzt.
13. Mai 1946 – In den Schlesischen Beskiden sind immer noch 2 Untergrundgruppierungen tätig: Nationale Streitkräfte (Narodowe Siły Zbrojne) unter der Leitung von Henryk Flamy, Deckname Bartek, und konspirative Polnische Armee „Wędrowiec” (Wanderer). In der Nacht vom 12. auf den 13. Mai in dem Kampf zwischen der Truppe von Bartek und den Truppen der Volkspolizei (MO) sind in Błatna 13 Volkspolizisten ums Leben gekommen.
1958 – Es begann die Elektrifizierung des Dorfes.
1960 – Es wurde eine neue Schule in Leśnica gebaut.
1963 – Es entstand die Krankenstation.
1964 – Es entstand die Schule „Hundertjahre“ in Bukowa.
1975 – Ein neues Gemeindeamt wurde gebaut.
1978 – Der Bau der Gasinfrastruktur im Dorf in dem Dortfteil Górki wurde angefangen.
30.09.1989 – 500-Jahrefeier des Dorfes Brenna und die Enthüllung des Denkmals zur Erinnerung der von Nazisoldaten ermordeten fünf Polen und 20 namenlosen italienischen Kriegsgefangenen.
12.08.1990 – Feier zum 100. Geburtstag von Zofia Kossak.
12.06.2004 – Die Entstehung von Beskidzka 5 (eines Programms, dessen Ziel die langjährige Zusammenarbeit von fünf Orten: Brenna, Ustroń, Wisła, Istebna, Szczyrk, ist).
17.07.2005 – 700-Jahresfeier des Dorfes Górka.
30.08.2009 – 20. Ökumenisches Erntedankfest in Brenna.

Gmina Brenna
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